![]()
![]()
Zusatzstoffe je kg
|
Zusatzstoffe
|
|
|
Unter der Gruppe "Zusatzstoffe" geben die
Hersteller in der Regel an, welche zugesetzten Vitamine, Mineralstoffe
- aber auch eventuell Konservierungsstoffe im Futter enthalten sind.
Auffaellig waere hierbei besonders eine Zugabe von Vitamin C, wenn gleichzeitig
das Futter als "frei von Konservierungsstoffen" deklariert
wird. Denn Vitamin C koennen Katzen und Hunde im Koerper selbst produzieren.
Das Vitamin ist jedoch in einigen Futtermitteln als Konservierungsstoff enthalten. Schaedlich ist es nicht, aber als Vitamin ueberfluessig. Lassen Sie sich nicht taeuschen, wenn ein Futter "ohne kuenstliche Konservierungsstoffe" angeboten wird. Es kann trotzdem ein sogenannter Zusatzstoff enthalten sein. Hier wird einfach ein anderer Ausdruck gewaehlt, denn hinter den sogenannten Antioxidans-EU-Zusatzstoffen verbirgt sich Propylgallat, BHT, BHA, Ethoxyquin u.a. Der Verbraucher glaubt bei der Aufschrift: Antioxidantien sei sicherlich etwas harmloses gemeint und hier irrt er! Ein Antioxidans kann z.B. Vitamin E sein, aber leider auch ein kuenstlicher Konservierungsstoff. Antioxidationsmittel stehen zudem im Verdacht krebserregend zu sein. |
|
| Vitamin A | Vitamin A ist ein fettloesliches
Vitamin, das die Bildung von Hautzellen unterstuetzt und am Sehprozess
teilnimmt. Es ist ueberdies am Fortpflanzungsprozess, insbesondere am
Wachstum des Fötus und der Funktionsfaehigkeit der Hoden beteiligt,
da es als Hormon das Ein- und Ausschalten von Genen beeinflusst. Eier, Milch, Kaese, Butter, Leber und Fisch sowie intensiv gruenes, rotes und gelbes Gemuese (z.B. Spinat, Karotten und Apfelsinen) sind gute Vitamin-A-Quellen. In tierischen Nahrungsmitteln kommt Vitamin A in Form von Retinylestern vor, d.h. als Retinol gebunden an eine Fettsaeure. Pflanzliche Nahrungsmittel enthalten zwar kein Vitamin A, aber reichlich Provitamin A, als Carotinoide bezeichnete chemische Verbindungen, die in den Pflanzen an der Photosynthese beteiligt sind. b-Carotin ist das wichtigste der über 500 in der Natur vorkommenden Carotinoide. Vitamin A wird als Retinylester vom Koerper aus dem Darm aufgenommen. Etwa 50 der 500 bekannten Carotinoide koennen in den Zellen der Duenndarmwand in Vitamin A umgewandelt werden. Andere Carotinoide werden zwar nicht in Vitamin A verwandelt, doch sie koennen die Menschliche Gesundheit positiv beeinflussen und zaehlen zu den sekundaeren Pflanzeninhaltstoffen. Vitamin A wird in den Zellen der Leber gespeichert, waehrend Carotinoide im Fettgewebe angereichert werden und die Ursache fuer die gelbliche Faerbung des Tierfetts sind. Vitamin-A-Mangel kann zu Nachtblindheit, Hornhautschaedigungen, Erblindung, erhoehter Infektionsanfaelligkeit aufgrund gestoerter Antikoerperbildung, Schaedigung der Schleimhaeute der Atemwege und des Magen-Darm-Trakts sowie zum haeufigeren Auftreten verschiedener Krebsarten fuehren. Vitamin A und Carotinoide mit und ohne Provitamin-A-Aktivitaet wirken wahrscheinlich vorbeugend gegen Krebs. Die Einnahme großer Vitamin-A-Mengen ist toxisch und kann neurologische Symptome und Schaedigungen der Augen sowie waehrend der Schwangerschaft Gehirnschaedigungen beim Ungeborenen hervorrufen. Eine hohe Zufuhr von b-Carotin ist dagegen ungefaehrlich. Vitamin A unterstuetzt die Entwicklung von Epithelzellen. Die aeußere Oberflaeche des Koerpers ist mit Epithelgewebe (Haut und Schleimhaeuten) bedeckt, das aus Schleim absondernden Zellen sowie verhornenden Zellen besteht, die harte und schuppige Oberflaechen bilden. Beide Zelltypen entstehen aus sogenannten Basalzellen. Bei Vitamin-A-Mangel werden nur verhornende Zellen gebildet und die schuetzende Wirkung der Schleimabsonderung beeintraechtigt. Daraus resultieren Schaedigungen der Hornhaut der Augen und eine hoehere Infektionsanfaelligkeit. |
| Vitamin D3 | Die beiden D-Vitamine, D2 und D3, sind
Vorstufen von Hormonen, die an der Regulierung des Calcium- und Phosphat-Stoffwechsels
teilnehmen und deshalb wichtig fuer Knochenwachstum und -erhaltung sind.
Provitamin D3 (7-Dehydrocholesterin) wird im menschlichen Koerper aus
Cholesterin hergestellt und in der Haut durch UV-Bestrahlung in Vitamin
D3 verwandelt. Provitamin D2 (Ergosterin) wird von Pflanzen synthetisiert
und in aehnlicher Weise durch UV-Licht in die Vitaminform umgewandelt.
Das eigentliche Vitamin D (Calciferol) muss nur bei ungenuegender Sonnenlicht-Einwirkung mit der Nahrung zugefuehrt werden. Vitamin-D-Mangel tritt nur dann auf, wenn gleichzeitig zu wenig Sonnenlicht auf die Haut trifft und die Nahrung kaum Vitamin D enthaelt. Andauernder Vitamin-D-Mangel kann zwei Krankheiten verursachen: Rachitis bei Kindern und Knochenerweichung bei Erwachsenen. Beide Krankheiten lassen sich durch Einwirkung von Sonnenlicht vermeiden und heilen. In den USA wird Milch mit Vitamin D angereichert. Hohe Dosierungen von Vitamin D sind allerdings giftig und koennen dauerhafte Ablagerungen von Mineralstoffen in Herz, Lunge und Nieren verursachen. Vitamin D2 und D3 werden bei der Umwandlung in Hormone hydroxyliert. Die Aktivierung erfolgt in zwei Schritten. Der erste Schritt findet in der Leber statt, der zweite in den Nieren. Die aktiven Formen des Vitamin D sind an der Regulierung des Calciumionen-Gehalts im Blutplasma beteiligt. Die Aufrechterhaltung des Calciumgehalts im Blutplasma ist für die Funktionsfaehigkeit des Nervensystems und fuer das Wachstum und den Erhalt der Knochen wichtig. |
| Vitamin E | Vitamin E (Thocopherol) ist ein fettloesliches
Antioxidans, das Lipide und Lipidmembranen vor Schaedigungen durch Radikale
schuetzt. Der Begriff Vitamin E umfasst zwei Gruppen von Verbindungen,
die Tocopherole und die Tocotrienole. Alle Formen von Vitamin E bestehen
aus einem aromatischen Ringsystem, der als Antioxidans wirkt, und einem
Schwanz, der das Vitamin in den Lipidmembranen und Lipoproteinen sowie
in den Fetttroepfchen der Zellen des Fettgewebes verankert. Pflanzenoele aus Mais, Soja und Erdnuessen sind gute Vitamin-E-Quellen. Vitamin E wird aus dem Darm unter Mitwirkung der Gallensaeuren aufgenommen, in den Chylomikronen zur Blutbahn geleitet und durch die Lipoproteine in die verschiedenen Gewebe transportiert. Vitamin-E-Mangel fuehrt zu degenerativen Veraenderungen des Nervensystems und zur Ansammlung von Lipid- und Proteinabbauprodukten im Muskelgewebe. Produkte, die mit einem erhoehten Anteil an zugesetztem Vitamin E beworben werden, sollten speziell hinterfragt werden. Sollte diese Erhoehung durch Soja erzielt worden sein, besteht fuer das Tier durchaus Gefahr, da Soja inzwischen durchgaengig als Genmanipuliert betrachtet werden kann. Die Tiere reagieren haeufig auf Soja mit Durchfall und Haarausfall. |
| Vitamin B1 | Vitamin B1 (Aneurin) ist die Vorstufe
von Thiaminpyrophosphat, das als Cofaktor für Enzyme des Energiestoffwechsels
dient. Vitamin B1 ist in vielen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln als Thiaminpyrophosphat enthalten und wird bei der Verdauung zu Thiamin hydrolisiert. Das Thiamin wird vom Koerper aus dem Darm aufgenommen und in verschiedenen Geweben wieder in Thiaminpyrophosphat umgewandelt. Mangelerscheinungen treten hauptsaechlich bei Alkoholikern sowie in Entwicklungslaendern auf, in denen polierter Reis das Grundnahrungsmittel ist. Thiaminmangel kann auch bei uebermaeßigem Verzehr von Meeresfruechten entstehen. Thiaminmangel beim Menschen wird als Beriberi-Krankheit bezeichnet und aeußert sich durch Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Herzprobleme und neurologischen Symptome. |
| Vitamin B2 | Vitamin B2 Riboflavin
ist die Vorstufe der Flavin-Cofaktoren. Gute Vitamin-B2-Quellen sind Leber, Fleisch, Milchprodukte und dunkelgrünes Gemüse wie Broccoli und Spinat. Vitamin B2 kommt in der Nahrung hauptsächlich in der Cofaktor-Form vor. Die Cofaktor-Form wird im Darm hydrolisiert, vom Körper aufgenommen und gelangt in die Blutbahn, wo sie an das Serumprotein Albumin gebunden transportiert wird. Anzeichen für Riboflavinmangel sind Entzündungen im Mundbereich (als Cheilitis bezeichnet), Risse in den Mundwinkeln und Dermatitis. Riboflavinmangel tritt normalerweise nur im Zusammenhang mit anderen Nährstoff-Mangelerscheinungen auf. |
| Vitamin B6 | Vitamin B6 (Pyridoxin) ist die Vorstufe
von Pyridoxalphosphat, dem Cofaktor von Enzymen, die am Abbau von Aminosaeuren
und Glycogen beteiligt sind. Vitamin B6 kommt in unterschiedlichen Formen
als Pyridoxin, Pyridoxal oder Pyridoxamin sowie deren phosphorylierten
Gegenstuecken vor. Gefluegel, Fisch, Leber und Eier sind reiche Vitamin-B6-Quellen. Vitamin B6 kommt in tierischen Lebensmitteln vornehmlich als an Enzyme gebundener Cofaktor vor. In pflanzlicher Nahrung liegt Vitamin B6 als Pyridoxinglucosid vor, d.h. an Glucose gebunden. Vitamin B6 wird in Magen und Darm von den Enzymen bzw. Glucosiden abgespalten. Die Phosphatgruppen unterliegen vor der Absorption durch den Koerper der Hydrolyse. Die durch Vitamin-B6-Mangel bedingten Symptome sind nicht fuer Vitamin B6 spezifisch und äußern sich in Depressionen, geistiger Verwirrung und Kraempfen. |
| Vitamin B12 | Vitamin B12 oder Cobalamin ist ein
äußerst komplex aufgebautes Molekuel, das ein Cobalt-Ion enthaelt.
Es dient als Cofaktor für Enzyme, die am Abbau oder der Synthese
von Aminosaeuren beteiligt sind. Vitamin B12 kommt in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Gefluegel, Milch und Fisch vor, nicht jedoch in pflanzlichen Produkten oder Hefe. Vitamin B12 wird ausschließlich von Bakterien, Pilzen und Algen produziert. In tierischen Lebensmitteln ist es zu finden, da auch einige der Mikroorganismen der Darmflora Vitamin B12 produzieren, das vom Wirt aus dem Dickdarm aufgenommen werden kann. Vitamin-B12-Mangel fuehrt zu Wachstumsstoerungen, Anaemie und neurologischen Symptomen. Vitamin-B12-Mangel kann auch durch pernizioese Anaemie, eine Autoimmunkrankheit, ausgeloest werden. |
| Vitamin K3 | Die Aussage (Vitamin K3) ist generell
schon mal falsch, deshalb hier ein wichtiger Hinweis: Das vielzitierte Vitamin K3 ist nur ein kuenstlich hergestelltes Provitamin. Vitamin K kommt in der Natur in zwei Formen vor: Vitamin K1 (Phyllochinon) wird von Pflanzen produziert und Vitamin K2 (Menachinon) von Bakterien. Vitamin K3 (Menadinon), Vitamin K4 (Menadiolester) u.a. sind synthetisch (=künstlich hergestellt) |
| Folsäure | Folsäure bzw. Folat (Salz der
Folsäure) ist die Vorstufe des Tetrahydrofolats, eines Cofaktors
von Enzymen, die Ein-Kohlenstoffatom-Einheiten übertragen und an
der Biosynthese von Aminosäuren, Proteinen und DNS-Bestandteilen
beteiligt sind. Der Begriff Folsäure bezeichnet eine Familie verwandter Verbindungen, die Folsäure selbst sowie ihre Polyglutamatformen umfassen. Folate liegen in der Nahrung meistens als Polyglutamate vor. Leber, Eigelb, Orangensaft und grünes Gemüse wie Broccoli, Spinat und Paprika sind gute Folsäurequellen. Folat ist für Wachstumsprozesse, Stärkung des Immunsystems und die Blutbildung wichtig und muss deshalb vor allem während der Schwangerschaft in höheren Mengen zugeführt werden. Folatmangel führt zu Neuralrohrdefekten beim Ungeborenen und beeinträchtigt dadurch die Entwicklung des Zentralnervensystems. |
| Pantothenat | Pantothenat kommt in allen pflanzlichen
und tierischen Lebensmitteln vor, und zwar in erster Linie als Coenzym
A. Die reichhaltigsten Pantothenatquellen sind Leber, Eigelb und Gemuese.
Das Coenzym A aus der Nahrung wird im Darm zu Pantothenat hydrolisiert,
das schnell vom Körper aufgenommen wird. Reiner Pantothenatmangel
tritt nicht auf. Pantothensaeure oder Pantothenat ist Teil des Coenzyms A, einem wichtigen Cofaktor fuer Enzyme, die an einer Vielzahl von Stoffwechselreaktionen wie dem Citratzyklus, der Fettsaeuresynthese und Fettsaeureoxidation, dem Aminosaeurestoffwechsel, dem Stoffwechsel der Ketonkoerper und der Cholesterinsynthese beteiligt sind. Dieses Vitamin ist besonders wichtig fuer den Auf- und Abbau der Fette. Es verhindert weiterhin Erkrankungen der Haut und Schleimhaeute, Stoerungen im Verdauungstrakt und an den Atmungsorganen. Wachstums- und Fortpflanzungsstörungen sowie eine verminderte Anpassung an Stresssituationen. |
| Niacin | Niacin ist die Vorstufe der sehr wichtigen
Cofaktoren von Enzymen, die beim Energiestoffwechsel mitwirken. Niacin
ist der Oberbegriff für Nicotinsaeure und Nicotinamid. Niacin kommt in der Nahrung hauptsaechlich in der Cofaktor-Form als NAD+ oder NADP+ vor. Reichhaltige Niacinquellen sind Leber, Nieren, rotes Fleisch, Fisch, Hefeextrakte und Erdnuesse. NAD+ und NADP+ werden durch die Enzyme der Darmschleimhaut zu Nicotinamid oder Nicotinamid-Nucleotiden hydrolisiert und danach vom Koerper absorbiert. In der Leber werden sie in Nicotinsaeure umgewandelt. NAD+ kann auch aus Chinolat, dem Abbauprodukt der Aminosaeure Tryptophan, synthetisiert werden. Bei mangelhafter Zufuhr von Nicotinamid und Tryptophan entsteht die Mangelerkrankung Pellagra. Wenn der Nicotinsaeurebedarf nicht ausreichend gedeckt wird, koennen Hautveraenderungen, Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, Wachstumsverzoegerungen und Entzuendungen der Schleimhaeute entstehen. |
| Biotin | Biotin dient als Cofaktor von Enzymen,
die Carboxylgruppen uebertragen und an der Biosynthese von Glucose (Gluconeogenese)
sowie an der Biosynthese von Fettsaeuren beteiligt sind. Biotin wird durch die Mikroflora des Darms gebildet, die ungefaehr die Haelfte des menschlichen Bedarfs deckt. Im Gegensatz hierzu koennen Tiere nur einen geringen Teil dieses wichtigen Stoffes bilden. Die andere Haelfte muss ueber die Nahrung zugefuehrt werden. Leber, Nieren, Eigelb, Milchprodukte, Getreide, Nuesse, Fisch, Obst und Gemuese enthalten viel Biotin. In Lebensmitteln ist Biotin an Lysinreste von Proteinen gebunden. Bei der Verdauung der Proteine wird Lysylbiotin abgespalten, das im Darm zu Biotin und Lysin hydrolisiert wird. Das freie Biotin wird vom Koerper aus dem Darm aufgenommen. Eiweiß enthaelt das Protein Avidin, das sich extrem fest an Biotin bindet und dadurch dessen Aufnahme in den Koerper verhindert. Biotinmangel fuehrt zu Dermatitis, stumpfen Fell, Haarausfall, trockener Haut mit Schorfbildung, Appetitlosigkeit und in schweren Faellen auch zum Tod. |
| Cholinchlorid | Sie beeinflussen den Fettstoffwechsel und die Nervenfunktionen. |
![]()
©
Agnes Ziemendorf
Kopieren ohne Genehmigung untersagt